Der Berg ruft!

Als ersten Klettersteig habe ich im Jahr 2008 den Hindelanger Klettersteig begangen. Leider habe ich davon keine Bilder, weil ich weder ein Handy noch einen Foto dabei hatte.


 

 
Der Hindelanger Klettersteig sehr schwierig, weil man einige Schluchten usw. überwinden muß.

Aber bei meinem zweiten Klettersteig, dem Mittenwalder Klettersteig im Jahr 2009, hatte ich ein Handy und eine kleine Cannon Camera dabei, die zwar Bilder aber keine so guten Bilder machte. Aber diese auch nicht so tollen Bilder geben einen Eindruck wieder und sind für mich eine gute Erinnerung.




Weil wir in diesem Jahr wieder nach Mittenwald in Urlaub fahren, habe ich mir schon überlegt, diesen Klettersteig nochmals zu begehen. Leider glaube ich, dass ich die Kondition noch nicht habe und ob meine Knie das aushalten, ich bin etwas skeptisch.

Werde aber, wenn ich fleißig mit dem Mountain Bike trainiere vielleicht die Kondition wieder haben. 

Nun aber der Bericht vom Mittenwalder Klettersteig, der mittelschwer ist und im Sommer sogar von Kindern begangen werden kann. Im Winter ist er sehr schwierig. 

Es ist schon klasse, wie manche Kinder diesen Klettersteig bewältigen.


  Der Bergführer prüft, ob ich den Klettersteiggurt richtig angelegt habe. 
Man hift sich untereinander. 

Der Einstieg in den Klettersteig beginnt mit einer Leiter.
Stufe für Stufe muß man sich mit dem Karabiner einklicken.
Wer sich traut, wie wir, klettert ohne Einklicken, dann geht es schneller, ist aber auch gefährlicher. Ich dachte, die Leiter hört nimmer auf. 


 Hat man die Leiter überwunden, geht es so weiter. 


Mittenwalder Klettersteig (2385 m)

Karwendelgebirge

Mittlerer Schwierigkeitsgrad
September 2009

Tourensteckbrief:

Ausgangsort:

Mittenwald Karwendelbahn Talstation (933 m)
Höhendifferenz:

420 m im Aufstieg
, 1800m im Abstieg, höchste Höhe 2385 m
Hütten:

Brunnsteinhütte (1560 m) bew. vom 15.5. - 15.10. / 25 Lager,
Mittenwalder Hütte (1515 m) bew.vom 15.5. - 15.10. / 30 Lager
Beste Jahreszeit:



Anfang Juli bis Anfang Oktober
Karten:

Kompass Wanderkarte, Nr. 26 Karwendelgebirge 1 : 50 000
Der Mittenwalder Klettersteig, auch Höhenweg genannt, zählt zu den schönsten Bergtouren im Karwendelgebirge mit großartiger Panoramasicht über das Karwendelgebirge, dem Wettersteingebirge, das Estergebirge und den Bayerischen Voralpen.
Der Klettersteig wurde 1972 - 1973 von drei Mittenwalder Bergführern erbaut und damit auch dem Bergwanderer zugänglich gemacht.

Touren Charakter:

sehr gut versicherter Klettersteig, für konditionsstarke Bergwanderer. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Klettersteigausrüstung empfehlenswert. Nur bei guten Wetterverhältnissen !

Ausgangsort:
Mittenwald Karwendelbahn Talstation (933 m)

Touren - Verlauf:
Die beste Möglichkeit diese schöne Tour zu unternehmen, sei hier beschrieben.
Man fährt von Mittenwald mit der Karwendelbahn zur Bergstation auf 2244 m. 




Hier folgt man dem Rundweg bis zu seinem höchsten Aussichtspunkt.
Hier beginnt der Klettersteig (Hinweisschilder !).
Man kann aber vorher noch einen Abstecher auf die Westliche Karwendelspitze (2385 m) machen, muss aber eine zusätzliche Zeit von 45 Minuten einplanen.
Der Klettersteig führt nun gut versichert mit Leitern und Drahtseilsicherungen über die Nördl. Lindenspitze (2374 m) und weiter hinab zum Gatterl "Steinerner Zaun" (2266 m) und wieder hinauf über den Grat zur Mittl.(2239 m) u. Südl. Lindenspitze (2306 m).
Von Hier steigt man hinab ins Gamsangerl (2188 m).
Nun quert man in südöstl. Richtung unter die Nordwand (offene Unterstandshütte) und hinauf zur Sulzeklammspitze (2323 m). Sehr schöner Aussichtspunkt !
Dem Grat folgend erreicht man bald darauf die Kirchlspitze (2303 m). Hier enden die Versicherungen und der Weiterweg zum Brunnsteinanger (2080 m) ist nicht mehr schwierig.
Hier beginnt der Abstieg zur Brunnsteinhütte (1560 m) und zurück ins Tal und nach Mittenwald.
Vom Brunnsteinanger sollte man auf jeden Fall noch den letzten Gipfel in diesem Gratzug mitnehmen, das ist die Brunnsteinspitze (2179 m), die man von hier aus über die Rotwandlspitze unschwierig ersteigen kann.

Anmerkung:

Bergerfahrene Touristen mit entsprechender Kondition können die Tour auch ohne Seilbahnunterstützung machen. In diesem Fall empfiehlt es sich aber auf der Mittenwalder und / oder Brunnsteinhütte zu übernachten. Auch kann man die Tour in umgekehrter Richtung, wie oben beschrieben, unternehmen. Die Tourenzeit ist dann entsprechend länger ( 7 - 9 Std.). Auch hier ist eine Nächtigung auf der Brunnsteinhütte ratsam !

Noch nicht ganz geschafft



Durch einen Kamin müssen wir dort noch hin.

Die Leute dort hinten sind schon durch den Kamin, wir machen erst mal Pause, bevor wir es angehen. 



Besuch haben wir auch bekommen, er wollte etwas vom Vesper haben. 


Dort oben hab man Ausblick auf eine wunderbare Bergwelt. Ich werde es wieder wagen. 

Blick auf den Heinrich-Noe-Steig 



 

 Ein Beitrag für das Guckloch im Februar bei Heidi

Als nächstes folgt die Wanderung zum Herzogstand. 

Kommentare

  1. Liebe Eva,
    das war ja interessant zu lesen und tolle Bilder noch dazu.
    Ich bin ganz begeistert von deinen Erzählungen,
    das hört sich wunderschön an.
    Ich bin allerdings noch nie einen Klettersteig gegangen.
    Danke für die spannende Beschreibung.
    Liebe Grüße
    Kerstin

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  2. Hallo Eva,
    für mich als Bewohnerin eines flachen Landes (gut in meiner Nähe gibt es den Harz, den möchte ich nicht unterschlagen) sind Deine Bilder und Erzählungen echt interessant. Spätestens an der Leiter hätte ich aber gestreikt - schöne Aussicht hin oder her. Ich glaube die "Traute" hätte ich nicht gehabt da hochzuklettern (nun mag ich sowieso nicht so gerne Höhen). Schön das Du es gemacht hast und uns an den Bildern teilhaben lässt. Schönen Dienstag und liebe Grüße Kirsi

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    1. Liebe Kirsi,

      nein, warum denn. Man weiß doch, was auf einen zukommt, da bucht man so eine Tour gar nicht.
      Genau deshalb mache ich mir Gedanken, ob ich das noch schaffe, aber ich werde - bevor ich nochmals eine Tour buche - damit dem Bergführer absprechen und der sagt mir dann, ob ich es schaffe oder nicht.

      Aber es ist ein ganz tolles Gefühl, sowas gemacht zu haben. Die Leiter ist nicht mal so schlimm,
      wenn du dich nicht umdrehst, viel schwieriger ist der Kamin. Denn das ist so eng, das wußte ich nicht, aber was blieb mir übrig, zurück ging nicht also weiter.

      Lieben Gruß und danke für deinen Kommentar.

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  3. Hallo Eva,
    ich staune nicht schlecht, denn nie und nimmer würde ich so ein Tour wagen, ich bin nicht schwindelfrei!
    (Gestern Abend hatte ich noch Fieber, deshalb erst heute den Kommentar und das Dankeschön für diesen Beitrag)
    ...habe gerade die Kamin-Beschreibung gelesen, jetzt kommt hinzu, ich bewundere auch noch deine Ausdauer und Kondition!
    LG Heidi

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    1. Hallo Susi,
      jaa, es ist die Kondition, die brauchst du, das stimmt. Da mangelt es im Momemt bei mir auch.
      Ich habe auch keine Lust unterwegs schlapp zu machen. Aber mich sport das eben an, etwas zu machen,
      was andere in meinem Alter nicht mehr machen. Da bin ich eben so, dass ich mir das beweisen will.
      Ausserdem habe ich ja einen Freund, der doch schon Dampf macht, aber letztendlich muß man selbst wissen, ob man es wagt. Obwohl ich sagen muß, dass man manchmal gar nicht weiß, zu was man imstande ist.
      Dankeschön und lieben Gruß Eva

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