"Zwischen den Zeilen"

Zwischen den Zeilen? 

Zeitungspresse als NS-Machtinstrument

Ausstellung im Staatsarchiv Ludwigsburg vom 

27. November 2014 bis 18. März 2016

Ausschnitt aus einer Filmdokumentation in der Ausstellung 

Joseph Gobbels in der Anspache im Berliner Sportpalast. 

Mein Weg führte mich vor ein paar Tagen zu dieser Ausstellung ins Staatsarchiv in Ludwigsburg. Eine Ausstellung,  die zeigt, Wer über Medien verfügt, hat Einfluss auf die öffentliche Meinung. 

Das Bild zeigt eine Familie beim Lesen des "Völkischen Beobachters". 

 

Ufa Pavillon am Nollendorfplatz in Berlin

Die nationalsozialistische Bewegung etablierte schon sehr früh ihre eigenen Zeitung und sicherte sich so die Unterstützung nationalkonservativer Blätter.

 

1933 nach der Machtübernahme gingen die Nationalsozialisten "entschlossen" vor. Zeitungen wurden verboten, nicht genehme Journalisten wurden verfolgt, die Berufsverbände reglementiert und die Berichterstattung gelenkt. Viele Verlage wurden enteignet. 

Ein wenig Werbung darf auch nicht fehlen. 

 

 

Die Presse sollte dazu dienen Normalität und Konsens vorzugeben und Zweifel zu verdränken. Vor allem die Kritikfähigkeit der Leser zerütten. War doch dieses Propagandainstrument recht wirkungsvoll, wenn dies "zwischen den Zeilen" geschah und somit der Anschein von Pressevielfalt und -freiheit gewahrt blieb.

 

Die von der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin konzipierte Ausstellung zeigt, wie die NS-Diktatur die deutsche Presselandschaft veränderte, und fragt, welche Denk- und Handlungsspielräume es für Verleger, Journalisten und Leser gab.


 
Das Staatsarchiv Ludwigsburg ergänzt die Ausstellung durch eine Onlinepräsentation von Entnazifizierungsakten von Journalisten und Verlegern insbesondere aus der Region.

In Baden-Württemberg wird am Sonntag gewählt, die Landtagswahl steht an und wer hier am Sonntag zur Urne geht, sollte genau überlegt, WAS er wählt.

Worte: "Die brauchen einen Denkzettel" usw. ich wähle dieses Partei, finde ich nicht gut. Bitte überlegt, was Ihr tut und schaut Euch die Bilder an und was daraus entstehen kann. Aber lasst Euch auch von anderen Dingen, nicht kirre machen. Wählt das, was für Euch wichtig und wie es mit unserem Land weitergeht.

Ich weiß, dieser Post ist vielleicht nicht so interessant und doch halte ich ihn für wichtig, vor allem auch deshalb, weil ich bei dieser Ausstellung meinem Vater - nach über 
37 Jahren nach seinem Tod - wieder über den Weg gelaufen bin.  Einer der vielen Menschen, die unter diesem Regime leidern mußten. Schadenersatz? Nie welchen bekommen. 
Im Gegenteil, die Lastenausgleichszahlungen trafen unsere Familie sehr hart. 

Eine für viele Menschen und auch für mich sehr wichtige Ausstellung und ich würde es gut finden, wenn viele Eltern oder sogar Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln diese Ausstellung besuchen würden.



Vielleicht hat der eine oder andere schon mal etwas von Katyn gehört. Jahrelang haben hat die Sowjetmacht diesen Mord den Deutschen in die Schuhe schieben wollen. 
Am 13. April 1990 übernahm Michael Gorbatschow die Verantwortung für dieses Verbrechen. 

Es gibt auch einen sehr guten Film zu diesem Thema 



Regie bei diesem Film führte der große polnische Regisseur Andrzej Wajda




Ich hoffe, dass ich - bedingt durch diesen Post vor Anfeindungen sicher bin. In meiner Arbeit in der Asylbetreuung war das von beiden Seiten nicht immer der Fall. 




Kommentare

  1. Ein immer wiederkehrendes Thema in der Schulzeit und jetzt auch bei unseren Kindern, aber von Katyn habe ich noch nie gehört. Werde die beiden mal danach fragen, ob der Name ihnen etwas sagt.
    Daraus eine Wanderausstellung zu machen wäre eine klasse Idee, dann würde sie vielleicht auch in unsere Nähe kommen.

    Ich habe auf jeden Fall wieder etwas dazu gelernt, erschreckend sind die Parallelen mit den Medien heutzutage noch - ob hier in Deutschland nicht auch manchmal eine "Zensur" der Medien herrscht?
    Anfeindungen sollst Du hoffentlich nicht weiter erfahren (erschreckend das Du das schon erlebt hast), wer das nicht lesen will braucht es ja nicht!
    Meinungsfreiheit ist schließlich eins unserer höchsten Güter!
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße sendet Dir
    Kirsi

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    1. Hallo Kirsi,
      vielen Dank, dass du den Post gelesen hast.
      Ich habe den Post geschrieben, weil nicht nur wir hier in Baden-Württemberg Wahl haben,
      so oder sollte man darüber nachdenken, was man wählt. Genau Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut.
      Darüber sollten wir immer wieder nachdenken.

      Katyn? Doch, wer sich dafür interessiert - so wie mein Vater es tat - hat uns Kinder schon früh darüber aufgeklärt.

      LG Eva

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  2. Liebe Eva,
    ich finde es ungeheuer wichtig, dass man immer mal wieder daran erinnert.
    Ganz lieben Gruß
    Katala

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  3. Hallo Eva,
    natürlich wird dein Beitrag ins Guckloch aufgenommen, denn noch darf man in dieser Demokratie sagen was man denkt!
    Es steht auch außer Frage, das wir beeinflussbar sind und Nachrichten ec. unsere "Meinungen bilden!"
    (AUGE SEI WACHSAM)
    LG Heidi

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  4. hallo Eva,
    ich finde es toll, dass Du diesen Post geschrieben hast und somit auf viele Dinge aufmerksam machst, die nie wieder geschehen sollen - ich habe ihn mit großem Interesse gelesen!
    liebe Grüße
    Gerti

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  5. Ich hab schon länger auf diesen schrecklichen Typen aus Rheydt gewartet, denn er erschien immer als Thumbnail bei deinen Posts...
    Gut, dass du das heute noch einmal ins Gedächtnis zurückrufst, so vor der Wahl. Dieses Lügenpressegeschrei ist ja nichts anderes, als die, die andere Meinungen veröffentlichen als die Schreihälse wahrhaben wollen, zu verunglimpfen. wehret den Anfängen!
    Habe heute einen ähnlichen Post...
    Bon week-End!
    Astrid

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