Meine Sandstürme Eye Poetry

"Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sturm seine Richtung, um dir zu folgen. [...]


Und wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du kaum begreifen können, wie du ihn durchquert und überlebt hast. Du wirst auch nicht sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Derjenige, der aus dem Sandsturm kommt, ist nicht mehr derjenige, der durch ihn hindurchgegangen ist. Darin liegt der Sinn eines Sandsturms."

Haruki Murakami ("Kafka am Strand")

Holunder Eye Poetry 04 




Holunders Thema zum Roman "Kafka am Strand" hat mir sehr gut gefallen, weil auch ich im Leben sehr viele "Sandstürme" hatte.

Sandstürme, die tiefe Schluchten und Furchen hinterlassen haben, denn in einem langen Leben erlebt man vieles.
Liebe, Enttäuschungen, Freude usw. Aber viele dieser Sandstürme haben doch auch vieles positive hervorgebracht, auch wenn der Sturm oft die Richtung geändert hat.
Jede der Schluchten hat ihre Geschichte. 

Ein Sandkorn hat ja auch einen langen Weg hinter sich. 

Nach einem sehr schweren Autounfall wurde uns ein wunderbarer Sohn geschenkt.



Viele mehr oder weniger große Sandstürme gingen ins Land und immer wieder viele Fragen, Antworten, Entscheidungen. 

Meine Collage ist nun so, dass ich sie anhand von Worten hier zeige. Worte mit denen ich in manchem Sandsturm konfrontiert wurde.

Ein großer Sandsturm der Liebe warf mich im Jahr 2001 fast um. Das war Liebe auf den ersten Blick und elektrisch geladen, als ich meinen schönen wilden Mann kennenlernte. 

;-)))))

Diese Beziehung ist immer und immer wieder ein neuer positiver Sandsturm.  

Warum, wieso und viele Worte gingen mir immer wieder durch den Kopf. Viele Dinge, die ich hier auf einen Sandhaufen geschrieben habe. 


Im Archiv fand ich Bilder von diesem Sandhaufen mit seinen Kerben Schluchten und dachte mir, dass das so gut passt.


Welcher Sandsturm kommt noch auf mich zu? Ich weiß es nicht. Nach einem Besuch heute in verschiedenen Alten- und Pflegeheimen im Kreis und auch in der Demenzbegleitung mache ich mir immer und immer wieder Gedanken, wo ich denn enden werde.

Ein Thema, das mich sehr beschäftigt, ich denke aber, dass ich hier gut vorgesorgt habe und dann wird mich ein guter Sandsturm auch gut begleiten.







Ich bin dankbar für ein ausgefülltes Leben, das mir soviele schöne Sandsturmmomente geschenkt hat und ich denke
 - auch wenn es für manchen unvorstellbar ist - dass es ein Weiterleben nach dem Tode gibt. Denn sonst hätte doch mein Leben keinen Sinn gehabt.


Ich danke Andrea für dieses wunderbare Thema. 





Kommentare

  1. Ganz toll ist dir die bildliche Darstellung mit den Sandburgen für das Projekt gelungen. Ja wir alle haben einen Rucksack zu tragen, meine Schwiegermutter pflegte zu sagen: unter jedem Dach gibt es ein Ach.
    L G Pia

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  2. Wie spannend, wieder eine ganz andere Herangehensweise an das Zitat! Der Sand gerät fast zur Skulptur. Mit was für unterschiedlichen Gefühlen Du in den Sandstürmen des bisherigen Lebens konfrontiert worden bist. Es wird doch so einiges wieder hochgewirbelt, wenn man im Inneren, sich an die Stürme des Lebens erinnernd, mal ins Gedächtnis hinein pustet.
    Schön, dass Du zum ersten Mal teilgenommen hast.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Liebe Eva
    das Leben mit "Sandstürmen" zu vergleichen, finde
    ich gar nicht so weit hergeholt, ähnlich hat dein Sandhaufen mal Rillen, mal Kerben, Schluchten, mal kleinere Erhebungen, mal größere usw.
    Ich würde es mit diesem Zitat ausdrücken:
    "Nur wer verzagend das Steuer losläßt, ist im Sturm verloren."
    Emanuel Geibel

    Ich wünsche dir einen sonnigen Tag.
    LG Sadie

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  4. Moin Moin Eva,
    schön das du deine Furchen und Tiefen des Lebens annimmst und aus Sorgenfalten Lachfalten werden (wurden). Sandstürme haben auch ihr Gutes, sie legen so mach kleinen Kiesel frei, der sonst unter der erdrückenden Masse (ev. Selbstmittleid) nicht in der Sonne funkeln könnte. Das ist das Leben, mit allen Höhen, Tiefen und natürlich auch Freuden.
    Wenn man nach dem Hinfallen, die Krone zurecht rückt und wieder aufsteht!
    Nicht zu letzt, sind es all diese Dinge die uns zu dem Menschen machen, der wir letztendlich sind!
    Ein sehr gefühlvoller Post, wo du sonst sehr wenig von deinem Inneren preis gibst...

    Hab noch einen schönen Donnerstag!
    Liebe Grüße,
    Britta

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    1. Hallo meine Süße,
      ruf mal wieder an. Ich habe Entzugserscheinungen.
      Nach dem Besuch von verschiedenen Heimen hier, war ich platt.
      Platt nicht nur von der Hitze, sondern auch von vielen anderen Dingen.

      Nein, ich hasse Selbstmitleid und Esther hat es - in ihrem Zitat -sehr gut so ausgedrückt.
      Leider ist dieses Selbstmitleid sehr viel verbreitet.
      Ich bin froh, dass ich das so nicht habe, hoffe ich zumindest.

      LG Eva

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