Eye Poetry und das Zitat in die Woche

Eye Poetry bei Holunder mit einem Gedicht von 
Emily Dickinson.


Ich kannte diese doch bedeutende amerikanische Schriftstellerin gar nicht. Umso mehr freut es mich, sie und ihr literarisches Werk doch ein bisschen näher kennengelernt zu haben.

Emily Dickinson wurde am 10. Dezember 1830 in Amherst im Staat Massachussets und starb am
15. Mai 1868 ebenda. 

Als ich die Jahreszahl des Sterbedatums las, mußte ich an meine Großmutter denken, denn sie ist genau einen Tag später 1886 geboren. Ein Zahlendreher aber ich dachte an die Großmutter.

Ich habe mich in der Bücherei mit der Biographie und mit einem Gedichtband der amerikanischen Lyrikerin eingedeckt und ja, man muß sich da schon ein wenig hineinversetzen und vieles nochmals lesen, denn die Interpretation ihrer Gedichte ist schon schwierig. 

Aber Emily Dickinson war ihrer Zeit weit voraus. Streng puristisch erzogen, schuf sie sich ihre eigene Welt. In der weiterführenden Schule fiel sie durch überdurchnittliche Intelligenz auf, mußte die Schule aber schon nach einem Jahr verlassen, da sie psychisch und physisch anfällig war.
Emily mochte weiße Kleidung und trug diese bis zu ihrem Tod. Wurde aber menschenscheu und lebte nur noch in ihrem Zimmer. Nur ganz wenige Gedichte wurden vor ihrem Tod veröffentlicht. Nach ihrem Tod fand ihre Schwester im Zimmer von Emily in einer Truhe über 1.000 Gedichte. Einige Gedichte hatte sie schon vor ihrem Tode veröffentlicht.

Ich habe nur wenig Gedichte gelesen unter anderem das Gedicht 704, ich gehe jetzt hier nicht darauf ein, weil es hier um ein anderes Gedicht geht. In Gedicht 704 geht es um den amerikanischen Bürgerkrieg, von den sie auch in ihrem Wohnort Almherst hörte.

Dieses Gedicht hat mich schon sehr beeindruckt. 
Es ist doch sehr spannend, immer wieder neues zu entdecken und zu hören. Als ich in der Bibliothek einen Gedichtband von Emily Dickinson wollte, mußte ich nach Stuttgart in die Bücherei gehen, weil ich ihn hier vor Ort nicht bekommen habe.

Da hat uns Holunder schon wieder so was Schönes gezeigt, wie bei Haruki Murakami, den ich inzwischen gelesen habe, aber so recht damit nicht klar komme. 

War jetzt nicht böse gemeint! :-)))
Ich bin gespannt auf Neues!?

Bei Pablo Neruda war das doch ein wenig - sagen wir jetzt mal - einfacher.

Die Aufgabe von Holunder war folgendes Gedicht von Emiliy Dickinson zu interpretieren. Ich habe dieses Gedicht direkt von Holunders Post übernommen.




Gedicht Nr. 1776

To make a prairie it takes a clover and one bee,
One clover, and a bee.
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.  

Für eine Wiese braucht es Klee und Bienen,
Je eins von ihnen.
Und Träumerei.
Die Träumerei tut's auch allein, 
Bei wenig Bienen.

Emily Dickinson 

 



Was habe ich nun interpretiert. 
Habe aber keinen Klee, sondern Blumen und auch nicht nur von Jedem eins.
 
Ich habe noch soviele gepresste Blumen, habe eine große Stoffsammlung auch ich habe einmal genäht und ich habe mir Rahmen vom Schweden gekauft. 


Hier habe ich nun den Stoff, der die Blumenwiese darstellen soll eingeklebt und die gepressten Blumen habe ich auf den Stoff geklebt. Die Bienen, von denen Emily hier schreibt, fliegen auf dem einen Bild nicht. Aber die wenigen Bienen sind in einem anderen Bild in  Form von gepresstem Mohn zu sehen. 


Die Mohnkapseln stellen die Bienen dar und es sind auch nur wenig zu sehen. 

Ich bedanke mich bei Holunder und bei Nova für diese schönen Aktionen, bei denen ich sehr gerne mitmache. 







PS:
Anbei habe ich einen Link zur Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Mein früherer Chef bei der Forstdirektion Stuttgart

Dr. Gerhard Strobel hat hier für sein Engagment eine Ehrung bekommen. 

Es ist viel interessantes zu sehen. 

http://www.sdw.de/startseite.html?acceptCookie=1
















Kommentare

  1. Mal eine ganz andere Interpretation von Worten, durchaus kreativ und sehenswert. Ja, die Träumerei alleine kann schon so viel bewirken. Trotzdem sind mir viele Bienen in der Realität dann doch lieber, eben weil in den letzten jahren ein Rückgang von fast 70% beobachtet wurde.
    Aber die Zeiten von Dickinson waren eben ganz andere.

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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  2. Wie schön, dass Du wieder dabei gewesen bist. Deine wunderbare Inspiration erinnert mich an die Schilderungen von Emily Dickinsons Garten, der berühmt, reichhaltig und sehr üppig war, natürlich auch voller Schmetterlinge und Bienen (was wir uns in den Zeiten der industriellen Landwirtschaft und den Folgen für die Insektenwelt gar nicht mehr vorzustellen vermögen). Aber auch nur eine Kleeblüte allein reichte ihr, sich dahin zu träumen. In so einen Traum hast Du uns mitgenommen. Die Idee mit den tiefen Rahmen ist wirklich super.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Was für zauberhafte Wiesenstücke da entstanden sind. Und wie schön, dass Aufgehobenes, wie die Blüten und der Stoff, nun ans Licht kommen und zum Wiesenleben erweckt wurden... Lieben Gruß Ghislana

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  4. Liebe Eva,
    wie es deine Art ist, gibst du gerne Teil an dem Wissen drum rum
    und das finde ich immer wieder sehr bereichernd! Vielen Dank für deinen
    besonderen Post, der mit seinen Worten zu denken gibt, Lehrreiches schenkt,
    zeigt was es in der Bloggerwelt für schöne Projekte gibt
    und mit welcher Kreativität du beschenkt bist!
    Gerne war ich hier!
    Hab ein schönes Wochenende,
    ich schicke dir liebe Grüße,
    die Monika*

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    1. Liebe Monika,
      es ist es mir wert, wenn ich etwas veröffentliche, auch die Information dazu zu geben, die ich mir beim Lesen eines Beitrag wünsche, so sehe ich das.
      Ob das nun mit Wissen zusammenhängt weiß ich nicht, vieles weiß ich nicht und beschaffe mir die Information. Das ist genauso, dass ich niemals ein Fremdwort benützte, bei dem ich nicht weiß, was es denn bedeutet.
      Die Information habe ich teilweise von Holunder, die dieses Eye Poetry auch veranstaltet und auch aus Büchern, die ich mir besorgt habe und es macht mir Spaß auch einmal etwas selbst herzustellen, darüber nachzudenken und nicht immer nur mit der Bildbearbeitung zu arbeiten.
      Ob ich nun kreativ bin, keine Ahnung, jedenfalls fällt mir immer etwas ein, wenn ich drüber nachdenke, manchmal gehts auch schief oder am Thema vorbei.
      Deshalb freue ich mich über solche Aktion sehr, bei denen man auch mal selbst kreativ werden kann.
      Mit lieben Grüßen Eva

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  5. Einfälle und Ideen muss man haben, sie umsetzen können und ein Ergebnis sollte dabei herauskommen, was einem selber Freude macht. Ob es anderen immer gefällt ist nicht so wichtig aber sehr wünschenswert. An Ideen scheint es Dir nicht zu mangeln.
    Gerade kam es in den Medien, es gibt viele Bienenzüchter und auch die Bienen vermehren sich. Hoffentlich bleiben sie gesund bei all den Umweltsünden, das zählt.
    da fällt mir ein, ich muss doch auch mal im Keller Ordnung schaffen, da sind viele Schubladen :-)
    Ein fröhliches ,kreatives Schaffen, wünsche ich Dir ,in welcher Form auch immer.
    Herzlichst, Klärchen

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    1. Ohhh Klärchen, da komm zu mir, ich bin gerade am Keller und da liegen all meine Bilder, die ich im Laufe meiner Maltätigkeit "verbrochen" habe und auch noch eines aus der Toscana, das ich nach dem Besuch dort gemalt habe und ich bin doch wieder recht begeistert, was ich da geschaffen habe, das habe ich vergessen.

      Aber ich bringe ja am 25.7. einen Bericht bei Bella Italia über die Toscana und meinen Besuch dort, mit Musik, selbstgekochtem Essen und - wieder mal - viel Information :-))), dann zeige ich dann das Bild. Ich werde es wohl rahmen und dann irgendwo wird es einen Platz finden. Das Schlafzimmer muß renoviert werden und dann werden wir schon einen Platz finden.

      Lieben Gruß Eva
      die nachher bei dir vorbeischaut, allerdings jetzt laufen geht.

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  6. Ich kann mich Artis Worten nur anschliessen, schon allein weil man von dem Bienensterben hört und es mitbekommt. Dennoch schön umgesetzt danke ich dir für deine Interpretation und die sehenswerte Kreativität.

    Schönen Samstag noch und viele Grüsse

    N☼va

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  7. Eine wundervolle Interpretation von Emily Dickinsons Vers in Deinen Bildern, liebe Eva. Eyepoetry ist eine reizvolle Aufgabe. Das ist Dir gut gelungen. Die Wandlung der Bienen in Kapseln eine kreative Idee.

    Die Bienengedichte mochte ich von jeher von Emily Dickinson. Abgesehen davon bin ihr nicht wirklich lyrisch näher gekommen oder gefolgt - keine Ahnung warum das so ist. Es gibt andere Lyriker, die mir mehr liegen. So individuell sind auch hier die Geschmäcker...

    ...nun wünsche ich Dir noch schnell ein wunderschönes Wochenende und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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  8. Liebe Eva,
    Danke für die Vorstellung dieser bei uns wenig bekannten Dichterin. Mir gefallen die von dir ausgesuchten Zeilen sehr gut. Sie sind eindringlich, mahnend und doch hoffnungsvoll. Für mich bedeutet das, allzeit das Beste geben und hoffen, dass es ausreicht....
    Du hast die Bildvorgabe wunderschön interpretiert. Die Mohnkapsel-Bienlein finde ich originell.
    Lieben Gruß
    moni

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  9. Ach wie fein das verwoben ist mit SToff und Blumen und Klee und Biene, und sich insgesamt einfach perfekt das Gedicht darin wiederspiegelt. Toll! Ich mag deine Umsetzung. LG. Susanne

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  10. Wie schön, liebe Eva. Danke, dass Du uns Emily Dickinson ein bisschen näher gebracht hast. Ich hatte zuweilen schon einmal was von ihr gelesen, mich aber nie besonders für ihre Werke interessiert - vielleicht sollte ich das mal nachholen ........ Mit Deinen kreativen Werken hast Du einen wundervollen Rahmen für die Worte gebildet.
    Liebe Grüße, Angelika

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  11. Deine Träumerei und Umsetzung ist dir gut gelungen. Ein schönes kreatives Bild am besten gefallen mit deine Bienen. Emily Dickinson war einmal eine Pflichtlektüre und davon hatte ich nicht die beste Erinnerung.
    L G Pia

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  12. eine schöne zusammenstellung! ich mag wie blütenstoff und gepresste blumen sich zusammenfinden und ihren platz im rahmen finden.
    liebe grüße
    mano

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